Corne de gatte

Die Kartoffel, die Sissi gefallen hätte

   

Manche Kartoffeln sind selten. Die Corne de Gatte ist etwas ganz Besonderes.

Die ursprünglich aus Belgien stammende Delikatesse gehört zu den wahren Raritäten unter den Kartoffelsorten. Ihre längliche, fast hörnchenförmige Form macht sie unverwechselbar – und ihre Ernte ist echte Handarbeit.

Jede einzelne Knolle wird von Hand geerntet. Doch damit ist die Arbeit noch nicht getan: Auch das anschliessende Sortieren erfolgt von Hand und dauert bis zu dreimal so lange wie bei anderen Sorten.

Das ist aufwendig. Aber bei einer Kartoffel wie der Corne de Gatte gehört genau das zu ihrer Geschichte.

Ihre feine, dünne Schale wird meist mitgegessen. Geschmacklich begeistert sie mit nussigen und buttrigen Aromen und einer Eleganz, die sie zu einer Lieblingskartoffel vieler Köchinnen und Köche macht.

Für mich ist die Corne de Gatte eine Kartoffel, bei der man nichts mehr verändern muss. Je einfacher die Zubereitung, desto besser kommt ihr Charakter zur Geltung.


      

Verwendung

Die Corne de Gattes eignet sich hervorragend für:

• die kaiserliche Bratkartoffel
• elegante Salatkartoffeln
• verzaubernde Petersilienkartoffeln
• Gschwellti in ihrer schönsten Form
• im Butterschmalz konfiert
• im Ofen gebacken


      

Was die Corne de Gattes besonders macht

Mein persönlicher Favorit mit der Corne de Gattes:

Gschwellti kochen, anschliessend mit der Schale leicht anquetschen – etwa 1 bis 1,5 cm dick – und in Butterschmalz mit etwas Rosmarin und Thymian knusprig braten.

Dabei passiert etwas Wunderbares: Die feine Schale wird richtig kross, während das Innere wunderbar weich und cremig bleibt.

Der wichtigste Moment kommt am Schluss: Nicht zu lange in der Pfanne lassen. Die Corne de Gattes zeigt ihre ganze Eleganz genau dann, wenn aussen Röstaromen entstehen und innen ihre zarte Cremigkeit erhalten bleibt.

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