Miso: Die Suppenwürze der Japaner
Miso aus Sojabohnen kennt man. Aber aus unseren Bergackerbohnen und Bergkartoffeln?Genau diese Idee liess uns nicht mehr los.
Zusammen mit meinem Freund Patrick Marxer von Das Pure haben wir uns ins Abenteuer gestürzt. Eineinhalb Jahre lang wurde fermentiert, probiert, geflucht, gestaunt, verworfen und wieder von vorne begonnen.
Und irgendwann war er da: unser Miso.
Tief, würzig, voller Umami. Ein Moment, in dem wir dachten: Wow. Wir haben es geschafft.
Nur leider nicht zuverlässig.
Kartoffel-Koji ist eine ziemliche Diva. Manchmal gelang eine Charge, vier oder fünf andere nicht. Und irgendwann mussten wir uns die entscheidende Frage stellen: Ist es wirklich sinnvoll, wertvolle Bergkartoffeln und Bergackerbohnen, Energie und Zeit einzusetzen, wenn so viel davon im Abfall landet?
Unsere Antwort war klar: Nein.
Also haben wir schweren Herzens entschieden, die Produktion einzustellen.
Natürlich hätten wir uns ein anderes Ende gewünscht. Aber wir bereuen dieses Abenteuer keine Sekunde.
Denn Innovation heisst für uns nicht, dass jedes Projekt funktionieren muss. Und schon gar nicht, dass man immer weitermacht, nur weil einmal etwas Grossartiges gelungen ist.
Innovation heisst auch, Dinge auszuprobieren, zu scheitern, daraus zu lernen – und den Mut zu haben, etwas wieder loszulassen.
Wir haben unglaublich viel gelernt. Über Fermentation, über Rohstoffe, über Prozesse. Aber auch darüber, wann es Zeit ist, einen anderen Weg einzuschlagen.
Vielleicht war dieses Miso nie dafür bestimmt, ein dauerhaftes Produkt zu werden.
Vielleicht war es einfach dafür da, uns auf die nächste gute Idee zu bringen.
Und wer weiss – vielleicht ist diese Geschichte ja doch noch nicht ganz zu Ende.