Eine fast vergessene Kultur kehrt ins Albulatal zurück
Eine alte Kostbarkeit kehrt zurück
Vielleicht fragst du dich, warum uns die Bergackerbohne so am Herzen liegt.
Die Antwort beginnt lange bevor sie auf unseren Feldern im Albulatal gewachsen ist. Sie beginnt mit einer alten Kulturpflanze, die fast verschwunden war – und mit Menschen, die daran geglaubt haben, dass wertvolle Sorten eine Zukunft verdienen.
Von der Genbank zurück auf den Acker
Seit 2016 kultivieren Marcel und Sabina Heinrich Tschalèr auf dem Biohof Las Sorts gemeinsam mit ProSpecieRara und dem FiBL eine fast vergessene Kostbarkeit: die Bergackerbohne.
Diese robuste Landsorte stammt ursprünglich aus dem Oberwallis. Über die Schweizerische Genbank in Nyon fand sie ihren Weg zurück in den Anbau.
Heute vermehren wir sie auf unserem Hof und integrieren sie wieder in eine vielfältige Fruchtfolge. So wird aus einer seltenen Sorte wieder ein lebendiges Lebensmittel – getragen von Erfahrung, Wissen und der Bereitschaft, alte Wege neu zu entdecken.
Eine alte Kulturpflanze mit neuer Bedeutung
Die Ackerbohne gehört zu den ältesten Kulturpflanzen Europas. Über Jahrhunderte war sie ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und versorgte die Menschen mit wertvollem pflanzlichem Eiweiss – lange bevor viele andere Hülsenfrüchte ihren Platz in unseren Küchen fanden.
Mit der Zeit geriet sie jedoch beinahe in Vergessenheit.
Heute erlebt sie eine neue Wertschätzung. Für uns ist sie weit mehr als eine alte Sorte: Sie steht für Vielfalt, für eine Landwirtschaft mit Zukunft und für die Verbindung zwischen überliefertem Wissen und neuen Erkenntnissen.
Die Kraft der Natur im Boden
Die besondere Bedeutung der Bergackerbohne beginnt bereits auf dem Feld.
Gemeinsam mit Knöllchenbakterien geht sie eine natürliche Partnerschaft ein. Diese Bakterien können Stickstoff aus der Luft binden und für die Pflanze verfügbar machen.
So trägt die Bergackerbohne auf natürliche Weise zur Bodenfruchtbarkeit bei und schafft beste Voraussetzungen für die Kulturen, die nach ihr wachsen.
Sie zeigt eindrücklich, dass Landwirtschaft nicht nur aus Ertrag besteht – sondern auch aus Kreisläufen und gegenseitiger Unterstützung.
Mehr als nur eine Bohne
Mit ihrem hohen Proteingehalt, vielen Ballaststoffen und wertvollen Kohlenhydraten ist die Bergackerbohne ein echtes Kraftpaket.
Doch für uns zählt nicht nur, was in ihr steckt.
Es ist auch ihre Geschichte, die sie besonders macht: eine alte Sorte, die beinahe verloren ging und heute wieder Menschen begeistert – auf dem Feld, in der Küche und auf dem Teller.
Ihr feines, nussiges Aroma macht sie zu einer vielseitigen Zutat für kreative Küche und neue Genussmomente.
Vom Acker bis auf den Teller
Die Bergackerbohne lebt nicht nur auf unseren Feldern weiter.
Immer mehr Köchinnen und Köche, Bäcker, Müller und Genussmenschen entdecken sie neu und zeigen, wie vielseitig sie eingesetzt werden kann.
Genau darin liegt ihre Zukunft: Eine fast vergessene Kulturpflanze wieder dorthin zu bringen, wo sie hingehört – auf unsere Äcker, in unsere Küchen und auf unsere Teller.
Denn auch die Bergackerbohne erzählt dieselbe Geschichte wie unsere Bergkartoffeln:
Von Vielfalt.
Von Verantwortung.
Und von Wertschöpfung durch Verbindung.
Die Vielfalt der Bergackerbohne
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Bergackerbohnen in der Küche
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