Die Kartoffelernte hat begonnen.
Wir sind mitten im Ernten und Sortieren. Jedes Jahr ist dieser Moment für mich wieder ganz besonders. Marcel weiss zwar, was er gepflanzt und wie er die Pflanzen über den Sommer begleitet hat – was aber schlussendlich unter der Erde gewachsen ist, zeigt sich erst jetzt.
Auf der Zielgeraden hat uns die Hitze dieses Sommers nochmals einen kleinen Streich gespielt. Im ersten Moment tut das natürlich weh. Gleichzeitig zeigt sich gerade in solchen Jahren, wie wertvoll die Vielfalt ist, die wir über all die Jahre aufgebaut haben. Die alten Inkas wussten schon, warum sie auf viele verschiedene Kartoffeln gesetzt haben.
Es ist halt ein bisschen wie bei uns Menschen: Die einen lieben die Hitze, andere können gar nicht damit umgehen. Und auch bei den Kartoffeln gibt es Sorten, die sich von der Hitze weniger beeindrucken lassen, während andere stärker darunter leiden.
Dazu kommt, dass manche Sorten ihre Knollen beim Wachsen eher Richtung Bodenoberfläche schieben, während andere gerne tief unten im Damm bleiben. Auch das kann in einem heissen Sommer einen Unterschied machen.
Was das alles für unsere diesjährige Ernte bedeutet, werden wir in den nächsten Wochen nach dem Sortieren wissen. Jetzt heisst es erst einmal: ernten, sortieren, staunen – und schauen, was uns die Erde dieses Jahr mitgegeben hat.
Wir werden hier wieder berichten.
Mit einem herzlichen Gruss aus dem Albulatal
Freddy
P.S. Unsere Bergkartoffeln sind spätestens Anfang Oktober wieder hier erhältlich.
Saatgut
Die vielen Anfragen nach Saatgut unserer Bergkartoffelsorten freuen uns sehr. Sie zeigen, wie gross das Interesse an alten und besonderen Kartoffelsorten geworden ist.
Als Produzent von Speisekartoffeln dürfen wir leider kein Saatgut anbieten. Wenn du selbst alte Sorten anbauen möchtest, findest du bei ProSpecieRara verschiedene Bezugsquellen für Saatgut sowie viele Informationen zur Sortenvielfalt.
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