Die Delikatesse

Die Bergkartoffeln haben eine grosse Fangemeinde. Auch unzählige Spitzenköche loben sie in den höchsten Tönen. Denn: Sie überzeugen nicht nur als faires, innovatives Produkt, sondern auch mit ihrem Geschmack.

Was verhilft ihnen zu den einzigartigen Aromen? Einerseits sind es die alten Sorten (derzeit werden jeweils rund 30 angebaut), die alle ihren individuellen, einzigartigen Geschmack mitbringen. Andererseits spielen aber auch Boden und Klima, das Terroir, eine wichtige Rolle. Ideal sind die Böden mit den vielen Steinen, denn diese speichern Wärme, sodass der Boden in Schlechtwetterphasen nicht komplett auskühlt. Zwischen den Steinen befindet sich leichte, sandige Erde. Experten sprechen von alpinem Fluvisol. Das heisst, es ist ein Schwemmboden, bei dessen Entstehung Gletscher und Flüsse mitspielten.

Die konstante, im Vergleich zum Unterland eher kühle Bodentemperatur sorgt dafür, dass die Kartoffeln langsam und gleichmässig wachsen. So kann die Stärke gut ausreifen, und die Aromen können sich schön entwickeln.

Bergkartoffeln haben einen viel geringeren Wasseranteil als Kartoffeln aus dem Unterland. Das hat zur Folge, dass man etwa für einen Gnocchi-Teig viel weniger Mehl braucht. Auch sättigen diese Kartoffeln viel stärker als handelsübliche Sorten.